Ausschuss für die Sport- und Bäderbetriebe Essen

Start: 2026-05-19 15:00
Ende: 2026-05-19 15:47
Ort: Rathaus Essen, Porscheplatz, , Sitzungsraum Sunderland, R 1.21

Tagesordnungspunkte (KI generiert)

Der Ausschuss für die Sport- und Bäderbetriebe Essen tagt am 19. Mai 2026 um 15 Uhr im Rathaus Essen. Themen sind unter anderem die Genehmigung einer Dringlichkeitsentscheidung für das Wellenbecken im Grugabad, Berichte zur IGA 2027 und Zuschüsse für Sportstätten. Zudem werden Quartalsberichte und schriftliche Anfragen behandelt. Die Niederschriften früherer Sitzungen werden ebenfalls besprochen.

Einfache Sprache (KI generiert)

Der Ausschuss trifft sich am 19. Mai 2026 um 15 Uhr im Rathaus Essen. Es geht um das Wellenbecken im Grugabad. Es gibt Berichte zur IGA 2027. Zuschüsse für Sportstätten werden besprochen. Frühere Sitzungen werden nachgelesen. Schriftliche Anfragen werden beantwortet.

TL;DR (KI generiert)

Die Ratsgruppe begrüßt die zügige Dringlichkeitsentscheidung für die Instandsetzung des Wellenbeckens im Grugabad als sinnvolle Maßnahme für die Naherholung und unterstützt den Emscherpark 2.7 als inklusives, nachhaltiges Grünprojekt mit breitem Sport- und Freizeitangebot, das durch frühzeitige Bürgerbeteiligung überzeugt; kritisch sieht sie allein die Olympiabewerbung, die sie als einzige im Rat ablehnt.

Bericht der Ratsgruppe

Bericht der 4. Sitzung des Ausschusses für die Sport- und Bäderbetriebe Essen am Dienstag, 19. Mai 2026 um 15:00 Uhr aus dem Rathaus Essen

Der Ausschuss tagte vollzählig und pünktlich im Sitzungssaal „Sunderland“ und war laut Aussagen des Ausschussvorsitzenden Luca Ducree (CDU) die kürzeste Sitzung in der Geschichte des Ausschusses für die Sport- und Bäderbetriebe für die Stadt Essen.

Nach gerade einmal 44 Minuten war die Sitzung mit seinen 12 Tagesordnungspunkten beendet.

Besonderes Augenmerk galt hier auf die Tagesordnungspunkte 4 und 5.

Im Tagesordnungspunkt 4 ging es um die „Genehmigung einer Dringlichkeitsentscheidung gemäß § 60 Absatz 2 GO NRW zur Durchführung der erforderlichen Maßnahmen zur übergangsweisen Instandsetzung und Verkehrssicherung des Wellenbeckens Grugabad“

Dazu Emanuel Gabriel, Sachkundiger Bürger für die Ratsgruppe VOLT/Die PARTEI: „Diese war besonders wichtig, damit das defekte Wellenbecken im Grugabad schnellstens wieder Instand gesetzt werden kann und für die Essener Bürgerinnen und Bürger alsbald zur Verfügung steht. Denn die heißen Sommertage stehen ja noch bevor. Daher haben wir diesem Dringlichkeitsantrag gerne zugestimmt“

Im Tagesordnungspunkt 6 stellte uns die Beigeordnete Frau Raskob in einer beeindruckenden Präsentation mit dem etwas sperrigen Titel: Die „Internationale Gartenausstellung Metropole Ruhr 2027 (IGA 2027), Sachstandsbericht der Maßnahme Emscherpark 2.7 "Bunt in die Zukunft – Im Grünen Aktiv“ vor: Quelle: https://www.essen.de/dasistessen/leben_imgruenen/aktuelle_gruenprojekte/emscher_park.de.html)

Emscherpark 2.7 "Bunt in die Zukunft – Im Grünen Aktiv"

Der Emscherpark wird als Bindeglied zum IGA-Standort Gelsenkirchen auch über den Essener Norden hinaus an Aufmerksamkeit gewinnen. Dafür wird die Parkanlage behutsam und nachhaltig erneuert mit dem Ziel, eine Freianlage mit vielen Bewegungsmöglichkeiten für alle Altersgruppen zu entwickeln.

Um eine attraktive, nachhaltig genutzte Grünanlage zu erhalten, war es wichtig, die Öffentlichkeit miteinzubinden. So wurde frühzeitig eine Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt, bei der alle Interessierten eingeladen waren, ihre Ideen zur Verbesserung der Biodiversität, Aufenthaltsqualität und zu Bewegungsmöglichkeiten innerhalb des Emscherparks mitzuteilen.

Der Park gliedert sich in mehrere Teilbereiche mit jeweils unterschiedlichen Nutzungsschwerpunkten. Im westlichen Bereich entstehen auf der Fläche der brachliegenden Tennisplätze eine Kombination aus Parkour-Anlage, einem Kinderpumptrack und einem Beach-Volleyball Feld.

Östlich der bestehenden Parkplätze wird die derzeitige Skateanlage auf der Grundlage der Ideen der beteiligten Jugendlichen neu gestaltet, um sie für Skater mit höherem Niveau zu qualifizieren, ohne dabei Raum für Anfänger zu verlieren. Die Elemente ermöglichen auch Rollstuhlfahrenden die Teilhabe am Sport.

Im Nordwesten des Emscherparks laden spielerische Bewegungsangebote vor allem Kinder zum Klettern, Toben und Entdecken ein. Die entlang eines Rundwegs angeordneten Trainingsgeräte bilden ein Bewegungsband sowohl für das regelmäßige Fitnesstraining als auch für die spontane Nutzung durch Spaziergängerinnen und Spaziergänger.

Im Osten wird ein Naturerlebnisbereich entwickelt, der die Biodiversität fördert und den Besucherinnen und Besucher Wissen über Tier- und Pflanzenarten vermittelt. Der bisher durch Gehölze geprägte Park gewinnt durch artenreiche Wiesen einen ökologischen Mehrwert. Kleine Plätze und Aufenthaltsmöglichkeiten laden zum Verweilen und Erholen ein. Eine eingezäunte Hundewiese bietet ein Herumlaufen der Hunde ohne in Konflikt mit anderen Nutzern zu geraten.

Der Bewilligungsbescheid liegt seit November 2024 vor. Ab dem Zeitpunkt kann mit der Ausführungsplanung und Ausschreibung begonnen werden. Mit einer Umsetzung ist daher frühestens Ende 2025 zu rechnen.

Für Emanuel Gabriel ein absolutes Herzensprojekt im Essener Norden.

„Umsonst und draußen. Für alle Menschen, nicht nur im Essener Norden, sondern auch aus den angrenzenden Gebieten. Dazu eine geplante, Hochprofessionelle Skateranlage. Was mein Herz als alter Skateboarder noch höherschlagen lässt. Ferner wird es Sport- und Spaziermöglichkeiten für jedermann geben. Ein toller Park, wo auch Hundeliebhaber mit einer Hundefreilauffläche auf ihre Kosten kommen.“

Eine besondere Anekdote aus der Ausschusssitzung möchten wir der breiten Öffentlichkeit nicht vorenthalten: Ein Ratsherr der AfD-Fraktion stellte doch allen ernstes folgende Frage an die Verwaltung. Zitat: „Der Beachvolleyball-Platz, wird dieser mit Sand ausgestattet oder mit einem anderen Boden“. Hier gab es vereinzelt Gelächter von den anderen Mitgliedern des Ausschusses, da ein Beachvolleyplatz grundsätzlich mit Sand ausgestattet ist, ansonsten wäre es ein „Volleyballplatz“. So auch die Antwort seitens der Verwaltung.

Gerne haben wir auch unter dem Tagesordnungspunkt 7 die „Zuschüsse zum Neu-, Um- und Ausbau vereinseigener Sportstätten“ zugestimmt und auch die „Berichterstattung der Sport- und Bäderbetriebe Essen (SBE) wo unter anderem der I. Quartalsbericht zum Verlauf des Wirtschaftsplanes 2026 und der Bericht zum Baucontrolling des I. Quartals 2026“ zur Kenntnis genommen wurde.

Abgesehen von der geplanten Olympiabewerbung- die wir von der Ratsgruppe VOLT/Die PARTEI als einzige im Rat der Stadt Essen ablehnen, leistet der Ausschuss für die Sport- und Bäderbetriebe Essen eine herausragende Arbeit im Sinne des Breiten- und Spitzensports in Essen. Hier sitzen mehrheitlich kluge und leidenschaftliche Menschen, denen Sport nicht nur eine politische, sondern eine Herzensangelegenheit ist.